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Fallbeispiel

Problem & Ausgangssituation

Aufgrund der vertraulichen Mitteilung eines polnischen Lieferanten wurde der Geschäftsleitung eines sächsischen Chemie-Unternehmens bekannt, dass ein neu gegründetes deutsches Unternehmen aus Berlin angefragt habe bezüglich der gleichen Konditionen wie die sächsische Firma. Bei diesem Konkurrenten waren sämtliche Preise und anscheinend auch vertraulichen Absprachen aus der langjährigen Geschäftsbeziehung bekannt. Die Geschäftsleitung vermutete daher, dass es sich um Industriespionage handeln könnte.

Corporate Trust wurde mit der Aufklärung des Sachverhalts beauftragt, wie es sein konnte, dass jemand unberechtigten Zugang zu ihren sensiblen Informationen habe.

Analyse & Feststellung

Die intensive Abklärung der Hinweise in Polen und weitere Recherchen bei der sächsischen Chemie-Firma ergaben, dass der Einkaufsleiter für Osteuropa vor 6 Monaten gekündigt und zusammen mit einem weiteren früheren Kollegen ein eigenes Unternehmen gegründet hatte. Im Mitarbeiterkreis war bereits gemunkelt worden, dass sie noch gute Kontakte zum ehemaligen Arbeitgeber haben mussten, weil sie bereits bei einigen Projekten aufeinander trafen und im Preisvergleich das sächsische Unternehmen jeweils geringfügig unterbieten konnten. Es war weiter aufgefallen, dass sich in letzter Zeit die Kündigungen häuften und auch ein Mitarbeiter aus dem IT-Bereich völlig unvermittelt das Unternehmen verließ.

Handlung & Erfolg

Durch die IT-forensischen Ermittlungen konnten in den Systemen zwei „Blind-Accounts“ in der Benutzerverwaltung festgestellt werden, die keinem Mitarbeiter zugeordnet werden konnten. Trotzdem gab es regelmäßig Zugriffe über diese Accounts auf das Firmennetzwerk. Außerdem war ein Trojaner installiert. Corporate Trust konnte aufgrund der umfangreichen Ermittlungen den ehemaligen IT-Mitarbeiter überführen, der vor seinem Ausscheiden die IT so manipulierte, dass er auch weiterhin Zugriff auf die Daten seines früheren Arbeitgebers nehmen konnte. Die daraufhin bei ihm durchgeführte Durchsuchung der Polizei führt zur Sicherstellung von zwei Festplatten, auf denen sämtliche Kunden-, Lieferanten- und Projektdaten der letzten 10 Jahre des sächsischen Chemie-Unternehmens gespeichert waren.

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